So reduzierst du Elektrosmog im Schlafzimmer
Die wichtigsten Massnahmen für einen technisch ruhigeren Schlafplatz
Im Schlafzimmer verbringen wir viele Stunden nahezu an derselben Stelle. Deshalb lohnt es sich, unnötige elektrische, magnetische und hochfrequente elektromagnetische Felder rund um das Bett zu vermeiden.
Typische Quellen sind beispielsweise WLAN-Router, Smartphones, Netzteile, elektrische Leitungen, Funkgeräte oder Geräte direkt neben dem Bett. Mehr Grundlagen dazu findest du unter Elektrosmog im Schlafzimmer.
1. Bettplatz zuerst prüfen
Bevor Abschirmprodukte eingesetzt werden, sollte geprüft werden, welche Belastungen am Schlafplatz tatsächlich vorhanden sind. Elektrische, magnetische und hochfrequente Felder haben unterschiedliche Ursachen und benötigen unterschiedliche Massnahmen.
- Stehen Router, DECT-Telefone oder andere Funkgeräte direkt neben dem Bett?
- Liegen Netzteile, Verlängerungskabel oder Steckdosenleisten nahe am Kopfbereich?
- Befinden sich elektrische Leitungen oder Geräte direkt hinter der Wand?
- Kommt starke Mobilfunk- oder WLAN-Strahlung von ausserhalb des Raumes?
- Gibt es eine elektrische Bodenheizung unter dem Schlafplatz?
- Werden elektrische Heizdecken oder ähnliche Geräte verwendet?
Gerade bei einer Bodenheizung oder einer elektrischen Heizdecke lohnt es sich, die Situation am Bett genauer zu betrachten.
2. Abstand zu elektrischen und Funkquellen schaffen
Die einfachste Massnahme ist häufig mehr Abstand. Die Feldstärke nimmt bei vielen Quellen mit zunehmender Entfernung deutlich ab.
- Smartphone nachts nicht direkt neben dem Kopf lagern.
- Router möglichst nicht im Schlafzimmer platzieren.
- Netzteile und Steckdosenleisten vom Bett entfernen.
- Nicht benötigte Geräte ausschalten oder ausstecken.
- Wenn möglich kabelgebundene Netzwerkverbindungen nutzen.
Mehr zum WLAN findest du unter Wie viel Strahlung macht WLAN wirklich?.
Wer auch das Kinderzimmer möglichst funkarm gestalten möchte, findet im Beitrag Elektrosmog im Kinderzimmer weitere konkrete Beispiele.
3. Bettgestell und Matratze
Beim Bettgestell und bei der Matratze steht vor allem der Schlafkomfort im Vordergrund. Metallische Bestandteile sind nicht automatisch problematisch und sollten nicht pauschal als Ursache einer erhöhten Belastung betrachtet werden.
Wer elektrische oder magnetische Felder am Bett vermutet, sollte die tatsächliche Feldsituation prüfen, statt allein aufgrund des Materials eine Matratze oder ein Bettgestell auszutauschen.
4. Wasseradern und andere Erdstrahlen getrennt betrachten
Neben technisch messbaren elektromagnetischen Feldern beschäftigen sich viele Menschen mit Wasseradern und anderen geopathischen Störzonen.
Diese Themen gehören zur Radiästhesie und müssen klar von technisch messbarem Elektrosmog unterschieden werden. Einen Überblick über verschiedene radiästhetisch beschriebene Phänomene findest du unter Arten von Erdstrahlen.
5. Kupfermatte unter der Matratze
Die Kupfermatte für das Bett wird zwischen Lattenrost und Matratze eingesetzt.
Ihr Hauptanwendungsbereich liegt bei uns im Zusammenhang mit Wasseradern, Erdstrahlen und radiästhetisch betrachteten Störzonen am Schlafplatz.
Die Matte besteht aus leitfähigem Kupfermaterial und kann zusätzlich geerdet werden. Dabei entsteht eine leitfähige Verbindung zur Erde.
Wie die Erdung funktioniert, erklären wir Schritt für Schritt in der Anleitung zur Erdung der Kupfermatte.
Dafür stehen unter anderem das Erdungs-Set und das passende Erdungskabel für die Kupfermatte zur Verfügung.
6. Abschirmung gegen hochfrequente Felder
Wenn Mobilfunk, WLAN oder andere hochfrequente Signale am Schlafplatz relevant sind, können speziell dafür entwickelte Abschirmmaterialien eingesetzt werden.
Dazu gehören beispielsweise:
- Abschirmgewebe
- Abschirmmatten
- Abschirmvorhänge
- Abschirmfarben
- Abschirmende Bettdecken oder Baldachine
Mehr über solche Materialien erfährst du unter Abschirmmatten und Abschirmmaterialien.
Unsere SafeShield-Abschirmdecke ist eine mögliche Ergänzung, wenn hochfrequente Felder am Bett reduziert werden sollen.
Abschirmmaterialien sollten jedoch möglichst gezielt eingesetzt werden. Entscheidend ist, woher die Felder kommen und welche Art von Feld reduziert werden soll.
7. Grounding und Erdung richtig einordnen
Erdung und Abschirmung sind nicht dasselbe. Beim Grounding wird eine leitfähige Verbindung zur Erde hergestellt.
Eine Erdung beseitigt jedoch nicht automatisch hochfrequente Funkfelder wie WLAN oder Mobilfunk. Deshalb sollten Grounding, elektrische Erdung und HF-Abschirmung als unterschiedliche Massnahmen verstanden werden.
Welche Kombination ist sinnvoll?
Ein sinnvoller Ablauf kann so aussehen:
- 1. Quellen reduzieren: Router, Smartphone, Netzteile und Funkgeräte möglichst vom Bett entfernen.
- 2. Belastung prüfen: Elektrische, magnetische und hochfrequente Felder getrennt beurteilen.
- 3. Wasseradern und Erdstrahlen: Bei radiästhetischem Interesse Schlafplatz und mögliche Störzonen betrachten.
- 4. Kupfermatte: Unter der Matratze als Teil des Schlafplatzkonzepts einsetzen.
- 5. Erdung: Kupfermatte bei geeigneter Installation erden.
- 6. HF-Abschirmung: Bei tatsächlich vorhandener Mobilfunk- oder WLAN-Belastung gezielt Abschirmmaterial einsetzen.
Was die Kupfermatte kann – und was nicht
Die Kupfermatte sollte nicht als universeller Schutz gegen jede Form von Strahlung verstanden werden. Elektromagnetische Felder unterscheiden sich technisch deutlich voneinander.
Bei hochfrequenten Feldern reicht eine Matte unter dem Bett allein nicht aus, weil Funkfelder auch seitlich oder von oben eintreffen können.
Deshalb betrachten wir die Kupfermatte als einen Baustein eines umfassenderen Schlafplatzkonzepts – nicht als vollständige EMF-Abschirmung.
Fazit: Erst Quellen reduzieren, dann gezielt handeln
Ein strahlungsärmerer Schlafplatz beginnt nicht mit möglichst vielen Abschirmprodukten. Zuerst sollten unnötige Quellen entfernt oder ausgeschaltet und die tatsächliche Feldsituation beurteilt werden.
Je nach Ergebnis können weitere Massnahmen sinnvoll sein: Abstand zu Geräten, kabelgebundene Verbindungen, Erdung oder gezielte Abschirmmaterialien.
Bei Wasseradern und anderen geopathischen Themen handelt es sich dagegen um einen eigenen radiästhetischen Bereich. Auch deshalb ist es wichtig, technische EMF-Abschirmung, Grounding und den Einsatz einer Kupfermatte nicht miteinander gleichzusetzen.
